Häufige Fragen und Infos

Sind die Kinder immer draußen?

Die Kinder spielen bei jedem Wetter draußen - bei Sonne, Regen und Schnee. Ausgestattet mit der richtigen Kleidung haben die Kinder zu jeder Jahreszeit und bei jedem Wetter Spass daran, sich im Freien aufzuhalten. Sie lernen, mit Kälte und Nässe umzugehen und bleiben dann in Bewegung. Es finden auch die Brotzeit und sämtliche Angebote im Freien statt.
 
Ausnahmen: Bei starkem Regen halten wir uns meist bis einschließlich der Brotzeit im Bauwagen oder im Tipi auf und spielen danach unter dem schützenden Blätterdach des Waldes oder gehen im Wald wandern. Während der kalten Jahreszeit wird im beheizten Bauwagen Brotzeit gemacht, gesungen, gebastelt und gelesen, danach wird wieder draußen gespielt oder gewandert.
 
Notunterkunft: Herrscht Sturmwarnung oder Warnung vor Hagel, beziehen wir im Ausnahmefall für einen Tag die Sporthalle der Zucheringer Grundschule und können uns mit den dort vorhandenen Bällen und Reifen austoben. Dies kommt aber zum Glück nur sehr selten vor.

Welche Kleidung sollte mein Kind tragen?

Die Kinder sollten grundsätzlich dem Wetter angepasste, möglichst wasserdichte und strapazierfähige Kleidung tragen. Am besten im Zwiebelprinzip, d.h. in mehreren Schichten. So kann je nach Bedarf etwas aus- bzw. angezogen werden. Hier kommt eine Empfehlung für die jeweilige Jahreszeit. Aber jedes Kind ist natürlich anders, das eine friert schnell, dem anderen ist immer warm. Im Zweifelsfall lieber etwas leichter anziehen und eine Zusatzjacke für den Tag mitgeben. Jedes Kind hat auch eine Kiste mit seinen Ersatzklamotten im Bauwagen.
 
Frühling: Grundsätzlich tragen wir immer das ganze Jahr über lange Hosen und langärmelige Shirts, um uns vor Mücken und Zecken zu schützen und immer eine Kopfbedeckung. Im Frühling ist es meist noch matschig, deshalb tragen wir oft eine dünne Matschhose über der normalen Hose und eine Regenjacke. Wenn es schon warm ist, reichen Gummistiefel und ein Regenhut. Ist es noch recht frisch, tragen wir immer geschlossene, wasserabweisende Wander-Schuhe mit rutschfestem Profil.
Unter uns Eltern gute Dienste geleistet haben hier u.a. übers ganze Jahr die Schuh-Marken: Lowa Jonas, Kamik, Affenzahn Winterboots und Trollkids.
 
Sommer: Auch im Sommer tragen wir immer festes, geschlossenes Schuhwerk, um gut und sicher herumklettern und durch den Wald wandern zu können. Eine lange robuste Bundhose, gerne verstärkt an den Knien, z.B von Engelbert Strauss und langärmelige Shirts. Dazu ein Käppi oder eine dünne Sommermütze, die auch den Nacken schützt. Jeden Morgen sprühen wir uns mit dem obligatorischen Mückenspray ein. Das dichte Blätterdach schützt uns vor direkter Sonnenstrahlung und sorgt auch bei großer Hitze für angenehme Temperaturen.
 
Herbst: Nun tauschen wir die Käppi gegen eine dünne Stoffmütze ein. An manchen Tagen brauchen wir vielleicht sogar schon eine gefütterte Matschhose und eine etwas robustere Jacke.
 
Winter: Jetzt werden die Schneehosen ausgepackt und die Ski-Jacken hervorgeholt! Es empfehlen sich auch hier von allen Hosen und Jacken mindestens zwei Garnituren und keine Einteiler, da sich so besser umziehen und aufs Klo gehen lässt. Dazu brauchen wir dicke, wasserabweisende Handschuhe zum Spielen und dünne Stoffhandschuhe, die die Fingerspitzen frei lassen, unsere sogenannten „Brotzeit-Handschuhe“.
Auch hier empfiehlt sich der „Zwiebel-Look“: wir tragen z.B ein Unterhemd, einen dünnen Langarm mit Rollkragen und einen dünnen Pullover. Dann kommt die dicke Jacke. Wenn es wirklich bitterkalt ist, empfiehlt sich lange Thermounterwäsche für drunter. Wir tragen hoch aufgeschlossene Winterstiefel, am besten solche, bei denen sich ein Innenschuh herausnehmen lassen kann.

Wie schütze ich mein Kind vor Zecken?

Den besten Schutz vor Zecken bildet die richtige Kleidung. Das heisst auch im Sommer lange Oberteile und lange Hosen. Zusätzlich kann die Hose in lange Socken bzw. Gamaschen gesteckt werden. Außerdem können die Kinder noch mit sogenanntem "Zecken- / Mückenspray" eingesprüht werden, das Personal sprüht im Laufe des Vormittags dann bei Bedarf nach.
Eine Impfung gegen FSME ist empfehlenswert, aber keine Pflicht.
Mittags sollten die Kinder zu Hause am gesamten Körper nach Zecken abgesucht werden. Kopf, Körperfalten, Rücken und die Partie hinter den Ohren sollten dabei nicht vergessen werden. Die Kleidung sollte gewechselt und ausgeschüttelt werden.

 

Wo gehen die Kinder auf die Toilette?

Es gibt für die Kinder einen vorher bestimmten und räumlich klar definierten "Toilettenplatz" in der Natur. Dieser befindet sich außerhalb des Spielbereiches. Das "große Geschäft" wird von den Betreuern mit einem Spaten vergraben. Zum Händewaschen stehen Wasser und Lavaerde zur Verfügung.

 

Gibt es im Waldkindergarten Vorschule?

Vorschule findet im Waldkindergarten genauso statt wie in jedem Regelkindergarten. Viele Bereiche der Vorschule sind bei uns bereits in den Alltag integriert, wie zum Beispiel Zahlen, Wochentage, Jahreszeiten, usw., so dass die Kinder damit spielerisch von Anfang an in Berührung kommen und dabei lernen.
Außerdem werden die Vorschulkinder gezielt einzeln oder in kleinen Gruppen gefördert und durch konkrete Vorschularbeit auf die Schule vorbereitet.
Da es im Waldkindergarten kein vorgefertigtes Spielzeug gibt, werden die Kinder ermuntert, aus Naturmaterialien auf innovative Weise viele Spielmöglichkeiten zu entwickeln. Ihre Kreativität und Phantasie, aber auch ihre Sprachentwicklung und -kompetenz werden dadurch intensiv gefördert.

 

 

Ist mein Kind nach dem Waldkindergarten schulfähig?

Ja, nach dem Besuch des Waldkindergartens sind die Kinder, immer unter Berücksichtigung individueller Unterschiede, genauso schulfähig wie nach dem Besuch eines Regelkindergartens.
Wir arbeiten im Waldkindergarten nach dem Bayerischen Bildungs- und Erziehungsplan, zusätzlich werden die Kinder in ihrer Selbstständigkeit gefördert und durch gezielte Vorschularbeit bestens auf die Schule vorbereitet.

Studie von Dr. Peter Häfner
Link: http://bvnw.de/?p=5834

 

Warum Waldkindergarten?

 

Beim täglichen Aufenthalt in der freien Natur können Kinder ihre Umwelt mit allen Sinnen kennenlernen. Sie erleben gemeinsam in der Gruppe die größten Abenteuer, klettern auf Bäume, lernen Tierfährten zu lesen, balancieren über dicke Äste, springen in Pfützen und erforschen ausdauernd Bäume und Tiere.
 
Folgende Punkte wurden wissenschaftlich bestätigt:
  • „Waldkinder“ sind durch den täglichen Aufenthalt im Freien gesünder, entwickeln ein besseres Immunsystem
  • „Waldkinder“ zeigen durch die tägliche Bewegung im Wald bessere grobmotorische Fähigkeiten und entwickeln sich motorisch schneller (v.a. Körperkoordination, Balancieren,...)
  • durch das Fehlen von vorgefertigtem, konventionellem Spielzeug weisen „Waldkinder“ eine höhere Kreativität auf, spielen vielfältiger und fantasiereicher
  • auch die Sprachentwicklung (Kommunikationsfähigkeit) wird positiv unterstützt, da die Kinder gemeinsam Spielsituationen schaffen
  • in Waldkindergärten kommt es seltener zu Konflikten; auftretende Konflikte werden konstruktiv gelöst
  • „Waldkinder“ sind emotional meist sehr ausgeglichen und haben weniger Verhaltensauffälligkeiten
  • „Waldkinder“ entwickeln oft eine bessere Konzentrationsfähigkeit
  • „Waldkinder“ lernen unsere Natur mit allen Sinnen kennen und lieben und entwickeln ein besonderes Umweltbewusstsein. Sie haben die Möglichkeit, sich durch direktes Erleben, Experimentieren und Beobachten elementares Wissen über die Natur anzueignen
  • Ein regelmäßiger Aufenthalt in der Natur stärkt die Selbstständigkeit, das Selbstvertrauen und die Sozialkompetenz
  • „Waldkinder“ sind sehr gut auf die Schule vorbereitet, v.a. in den Bereichen Motivation, Ausdauer, Konzentration, Sozialverhalten und Mitarbeit im Unterricht schneiden sie oftmals besser ab
 
 
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